| Fanbericht |
Gut, dass die meisten von euch, die hier auf diesen Seiten rumstöbern genauso voltigierverrückt sind wie wir. „Normalen“ Menschen kann man nämlich glaub ich nicht klarmachen, was so toll daran sein soll donnerstags morgens um halb 4 mit Bleifuss nach Tschechien zu rasen, nur um Regi’s Pflichtstart trotz Stau nicht zu verpassen, sich dann vier Tage lang auf harten Bänken Schwielen am Hintern zu holen und wenn man dann wieder daheim ist sich nonstop die Aufzeichnungen von Clip My Horse anzusehen.
Logisch erklären kann man das auch nicht, spätestens aber als der Sprecher bei Petrs Sieg am Mirko so abging, wusste man einfach warum man die ganzen Strapazen auf sich genommen hat. Aber der Reihe nach:
Angefangen hat’s schon mal damit, dass wir an der tschechischen Grenze anscheinend das Schild zum offiziellen Rastplatz übersehen haben und an einem Truck-Stop wie ausm schlechten Film gelandet sind... mit unheimlich schlechtem Kaffee, finsteren Gestalten und einem grandiosen Wechselkurs der uns eine Vignette zu 12, anstatt 10 Euro beschert hat.
In Brünn angekommen begann der Irrlauf über das riesige Gelände und gegen die Zeit, schließlich war Regi schon neunte Starterin. Ich, von Geli als Pessimistin, die in der halbleeren Badewanne ertrinken würde bezeichnet, hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben... aber es sollte doch noch klappen!
Eigentlich waren wir ja willig Tickets zu kaufen, aber nachdem uns auch der dritte den wir fragten nicht sagen konnte wo, haben wir es halt vorerst sein lassen.
Das muss man schon sagen, so schön die Anlage dort auch war, mit klimatisierter Halle und allem Pipapo... der Kartenverkauf war für eine Welt- und Europameisterschaft echt katastrophal organisiert! Es kann nicht sein, dass sie die 2! Kassenhäuschen erst 3 Minuten vor der ersten Prüfung aufmachen! Wir brauchten ne ¾Stunde bis wir Karten ergattert hatten, das kostete echt Nerven.
Und wo wir schon mal beim meckern sind (typisch deutsch halt^^), Essen auf der Anlage war eigentlich so gut wie unmöglich! Die Leute vom Crêpes-Stand müssen sich ne goldene Nase verdient haben. Da musste man schon strategisch planen auf welche Voltigierer man zuschaumäßig verzichten kann, wenn man nicht in den Pausen mit dem Rest der Halle ne Stunde dort anstehen wollte.
Dann aber kam der Kür-Freitag und der entschädigte nun wirklich für vieles! Nicht nur, weil die Deutschen danach in den meisten Wettbewerben in Führung lagen, die Stimmung in der Halle war einfach fantastisch. Wir kamen aus dem anfeuern und Daumen drücken gar nicht mehr raus. (Das machte sich Tags darauf auch schon bei einigen in der Stimme bemerkbar J) Und ganz besonders bei den Männern als krönender Abschluss gab’s wieder viel zu diskutieren und so manches naa, nennen wir es mal gewöhnungsbedürftige Trikot zu bestaunen.
Danach folgte das Ereignis, welches der Sprecher als „as you know it’s as usual unorganized but from the heart” ankündigte: der Nationenabend!
Die T1 machte mit Tim Kung-Fu-Fighting, Kai und Daniel nahmen bei holländischen Partyspielen sozusagen unfreiwillig ein Bad und die Franzosen holten das ganze Publikum runter in den Wettkampfzirkel, um gemeinsam eine Aerobic-Combo zu tanzen. Klar, dass da Moni und Olli ganz vorne dabei waren. (schaut es euch am besten auf Fotos an)
Lisa hatte ihren persönlichen Auftritt nach dem offiziellen Ende... sie durfte mit dem Spanier den Dirty-Dancing-Flieger machen! *hehehe*
Genauso „unorganized“ war wohl ein Teil unserer Fancrew, die verplant hatten wann denn die letzte Straßenbahn zu ihrem Studentenwohnheim fährt und auch nicht wirklich wussten, wo sie denn überhaupt hin mussten. Letztendlich haben wir sie dann aber doch noch an der richtigen Stelle abgeliefert.
Dann galt es noch den Juniorentag zu überstehen, bevor endlich der Final-Sonntag da war. Wie es um unsre Nerven bestellt war lässt sich wohl am besten an der Olli festmachen. Die schüttete einem Dänen, der vor ihr saß, vor Schreck nen guten Schuss ihres Wassers das sie gerade trinken wollte, übern Rücken, als es bei einer Gruppe einmal arg wackelte!
Und dann kamen die Österreicher und unsre Mädels! Die letzten funktionstüchtigen Stimmen hatten sich schon spätestens beim Herrentechnik in der Früh verabschiedet, trotzdem gaben wir unser bestes beim Anfeuerungsschrei:
Momente im Leben - alles zu geben!
beide Gruppen blieben ohne Wackler, nur eine Bodenberührung bei der T1. - dann der Moment - „and the last judge from Italy“ - Totenstille in der Halle - “Are you nervous German? - ich war wohl nicht die einzige, die den lieben Herrn Sprecher in diesem Moment hätte erwürgen können
... tja und danach gab’s dann kein Halten mehr! Nach 2000, 2004 haben sie’s tatsächlich 2008 wieder geschafft!
Kurz vor, und bei der Siegerehrung kamen unsre schon berühmten Puschel noch mal ausgiebig zum Einsatz. Mittlerweile haben wir auch festgestellt, dass sie ja eigentlich vielmehr unsere Vereins- und nicht die Österreichfarben darstellen.. das macht sie doch gleich noch einmal schöner, oder nicht? Und nein, wir haben das Maskottchen nicht genervt, falls das via Internet den Anschein machte^^ Aber wir haben festgestellt, dass cheerleaden nix für uns wäre... viel zu anstrengend!
Zum Abschluss folgte das Wahnsinns Finale der Herren. Dazu kann man eigentlich nichts sagen, man muss es einfach erlebt haben. Nahezu perfekte Küren. Die Emotionen bei der Notenbekanntgabe in der Kiss&Cry-Area. Geros so ganz andere Kür, wenn ihr versteht was ich meine. Der Abgang vom Franzosen. Die Michael-Jackson-Show vom Ararat. Daniels Freude über den dritten Platz. Kais selbstgesungenes Lied. Und eben Petrs Sieg. Ich glaube fast jeder in der Halle hat es ihm von Herzen gegönnt. Auch beim x-ten Mal anschaun, bekommt man noch Gänsehaut!
Auf einen gemeinsamen Nenner, wer denn jetzt wirklich der beste sei, sind wir nicht gekommen. Nur bei einem sind wir uns einig: Der Spanier ist eindeutig der Verrückteste (des ist jetzt positiv gemeint J) des ganzen Starterfeldes! Unser persönliches Highlight bei der Siegerehrung: Seine Jochen Schilffarth-Umarmung!
Leider mussten wir schon vor der großen Party fahren, aber wir sind uns sicher ihr hattet alle viel Spaß und hoffen noch ganz viel davon zu hören!
Jaaa liebe T1 und Tim, herzlichen Glückwunsch noch einmal zu eurem Erfolg und wenn möglich beschert uns bitte ganz bald wieder die Möglichkeit so etwas mit euch erleben zu dürfen!
In diesem Sinne – auf die nächste Saison! Eure Pusch’ler
dabei waren diesmal:
T2: Moni, Lisa, Silva, Olli, Kathi & Katha
T3: Verena, Lille, Julia, Geli, Janina & die Ansl mit Mama und Schwester Caro
& last but not least: Eva, die noch genau wusste, dass Jan Bayer 2004 das schwarze Trikot mit den dezenten Transparent- und Glitzereffekten trug, ge? J
und hier noch ein paar geflügelte Aussprüche der WM, die vielleicht den einen oder anderen der dabei war, zum schmunzeln bringen werden:
-it’s prohibited to make photos with flash -
- ohne Scheiss -
- no move, no flash -
- Viktor Brüschwitz -
- du findest dich auch so richtig cool, oder Nadine? –
- die Lisa möchte gerne Flieger machen -
- Falafel –
- Randy Sia Tim -